Klima-Angst ("Eco-Anxiety") ist keine Diagnose, die wir wegtherapieren müssen.

Bertin Schürrle • 5. Mai 2026

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Warum Ihre Klima-Angst keine Krankheit ist

(und wir aufhören müssen, sie wegtherapieren zu wollen)


Das Gefühl der Isolation in der Polikrise 

Wir leben in einer Zeit extremer kognitiver Dissonanz. Die physikalische Realität der Klimakrise bricht mit Wucht in unseren Alltag ein – durch Wetterextreme, wirtschaftliche Unsicherheit und globale Instabilität. Doch ein großer Teil der Gesellschaft und der Politik operiert weiterhin im "Weiter so"-Modus.

Wenn Sie dieses Spannungsfeld spüren, wenn Sie Wut, Ohnmacht oder Zukunftsangst ("Eco-Anxiety") empfinden und nachts wach liegen, während Ihr Umfeld so tut, als gäbe es kein Problem, dann entsteht ein toxisches Gefühl: absolute Isolation. Man beginnt, an der eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.


Die wichtigste Botschaft zuerst: You are not alone. 

Ihre Klima-Angst ist keine Krankheit. Sie ist keine neurotische Störung, die Sie durch Achtsamkeitsübungen oder Antidepressiva "wegtherapieren" müssen. In der Psychologie betrachten wir diese Form der Angst und Trauer als die einzig gesunde und rationale Reaktion auf ein zutiefst instabiles, kollabierendes System. Wenn das Haus brennt, ist Panik keine Diagnose, sondern ein funktionierender Überlebensinstinkt.


Die Individualisierungs-Falle 

Das aktuelle System versucht uns einzureden, wir müssten unsere Klima-Angst durch individuellen Konsumverzicht oder die Berechnung unseres CO2-Fußabdrucks bewältigen. Das ist eine Falle, die direkt in den Burnout führt. Wir können planetare Krisen nicht als isolierte Individuen lösen. Wer die Welt allein auf seinen Schultern trägt, zerbricht.


Vom Schmerz zur "Deep Adaptation" (Tiefenanpassung) 

Wenn wir die Illusion aufgeben, dass wir den globalen Wandel als Einzelne aufhalten können, wird Energie frei. Diese Energie brauchen wir für die sogenannte Deep Adaptation. Es geht nicht mehr um falsche Hoffnung, sondern um radikale Akzeptanz und konkrete Resilienz:

  • Resilienz: Was in unserem Leben, unserer Familie und unserer Gemeinschaft ist wirklich wichtig und muss bewahrt werden?
  • Verzicht: Welche toxischen Vorstellungen von ewigem Wachstum und Status müssen wir loslassen?
  • Soziales Kapital: Wie bauen wir lokale, vertrauensvolle Netzwerke auf, die uns tragen, wenn staatliche oder wirtschaftliche Systeme unter Stress geraten?

Wie ich Sie als Coach und Mediator begleite 

Meine Aufgabe ist es nicht, Ihnen die Schwere der Situation auszureden. Als Coach biete ich Ihnen einen ungeschönten, aber psychologisch haltenden Raum. Wir arbeiten daran, Ihre lähmende kognitive Dissonanz aufzulösen. Wir übersetzen Ihre Eco-Anxiety in emotionale Stärke und Handlungsfähigkeit im Hier und Jetzt.

Als Mediator begleite ich Teams und Familien, in denen diese Themen zu tiefen (oft generationsübergreifenden) Konflikten geführt haben. Wir deeskalieren moralische Vorwürfe und bauen Brücken der Verständigung – denn in den kommenden Jahrzehnten wird nichts wertvoller sein als unser sozialer Zusammenhalt.

Wir können die äußeren Stürme nicht aufhalten. Aber wir können entscheiden, mit welcher Haltung und mit wem an unserer Seite wir ihnen begegnen.

von Bertin Schürrle 15. Februar 2026
In den aktuellen Debatten um den Wirtschaftsstandort Deutschland fällt mir ein Muster auf: ob es um vermeintlich steigende Krankenstände oder den Vorwurf der „Lifestyle-Teilzeit“ geht: Der Fokus liegt fast ausschließlich auf dem Verhalten des Einzelnen. Das politische und mediale Framing suggeriert, das Problem sei eine mangelnde Arbeitsmoral. Die Forderung nach strengeren Regeln - wie etwa der Abschaffung der telefonischen Krankschreibung (die nur für 0,8% aller Krankmeldungen steht) - sind die logische Konsequenz dieser Denkweise. Doch diese Debatten greifen nicht nur zu kurz, sie sind eine gezielte Ablenkung von den eigentlichen Problemen. Wer glaubt, dass die Rücknahme der telefonischen Krankschreibung zu mehr Gesundheit führt, verwechselt Anwesenheit mit Leistungsfähigkeit. Wir kurieren damit keine Ursachen, wir erzeugen lediglich mehr Präsentismus: Menschen, die sich krank zur Arbeit schleppen, stecken andere an und fallen langfristig oft noch länger aus. Aus arbeitspsychologischer Sicht und meiner Erfahrung im Management weiß ich: Menschen wollen nicht faul sein. Menschen wollen Leistung erbringen, etwas bewirken. Wenn wir einen wachsenden Wunsch nach Teilzeit oder steigende Krankheitszahlen beobachten, sollten wir das als Feedback-Mechanismus des Systems verstehen. Es sind Symptome für Arbeitsbedingungen, die nicht mehr zu den Bedürfnissen einer modernen, komplexen Welt passen. Die Lösung liegt nicht in mehr Druck oder Misstrauen, sondern in dem Konzept des „Human Flourishing“, das bedeutet: 🌱 Arbeitsbedingungen gestalten, die gesund halten: Psychische Belastungen z.B. durch Wettbewerbsdruck, steigende Komplexität und ständige Erreichbarkeit ernst nehmen. 🌱 Kulturwandel statt Kulturkampf: Generationenkonflikte nicht befeuern, sondern schauen, was wir voneinander lernen können. 🌱 Sinn und Wirksamkeit: Menschen leisten dort am meisten, wo sie sich gesehen fühlen, Sinnhaftigkeit spüren und eigene Gestaltungsspielräume haben. Dauerhafte Hochleistung braucht eine gesunde Basis. Wer Innovation will, muss aufhören, über die „schwierigen Mitarbeiter“ zu klagen, und anfangen, Umgebungen zu schaffen, in denen Menschen wieder aufblühen können. Lassen Sie uns über echte Ursachen sprechen, statt über Symptome zu streiten. #HumanFlourishing #NewWork #Leadership #Unternehmenskultur #GesundeFührung #WachsenWirkenVerändern
von Bertin Schürrle 30. Januar 2026
Everyone is posting their 10-year throwbacks. Here is mine: Exactly a decade ago, I stood on the roof of Africa. Summiting Mount Kilimanjaro remains one of my biggest personal achievements. Reaching the top is far from guaranteed. On average, only about 70% of hikers make it to the summit. Our group was different: We had a 100% success rate. All 13 of us made it. How? By strictly following a philosophy that has become the foundation of my coaching work today: 1. “The reward lies in the journey” We had to walk painfully slowly to adapt to the altitude. We called them "Kili steps”, a term I still use with my clients. Pacing ourselves wasn't just about saving energy; it was about presence. The time you actually spend on the summit is short - 1 hour max. The climb takes 7 days. If you rush senselessly just to "tick the box" at the top, you miss 99% of the experience. I learned that you have to appreciate the step you are taking right now. Real fulfilment isn't found at the finish line, but in the growth that happens along the way. 2. Stop worrying about tomorrow Our tour leader had one strict rule: No questions allowed about the next day. No worrying about the steep incline waiting for us. Just getting to the next camp counts. Anxiety lives in the future. Resilience lives in the present. Focus on the step right in front of you, and the summit takes care of itself. 3. Trust your Guide We had a support team of about 60 people (porters, guides, cooks) for 13 hikers. During the final 18-hour “full moon” ascent, we all reached our physical and mental limits. That is when you need a leader you can trust with your life—literally. My takeaway for you: In a world that constantly screams "faster, higher, stronger," we often forget that life is a marathon, not a sprint. We try to rush through personal changes and wonder why we run out of breath. Whether you are navigating a career transition or seeking personal clarity: 👉 Take "Kili Steps". 👉 Enjoy the view along the way. 👉 Find a guide who knows the terrain. If you are currently facing a mountain in your life and feel like you are running out of air, let’s talk about finding your own rhythm. #Kilimanjaro #PersonalGrowth #Resilience #Coaching #KiliSteps
von Bertin Schürrle 12. Januar 2026
When I started my coaching journey, everyone told me: "With your background in corporate transformation and leadership, you should specialise in Executive & Leadership Coaching immediately." Well honestly, I wasn't sure I wanted to... In my years in the corporate world, I often saw a version of "successful leadership" that didn't align with my values: It was about climbing the career ladder at any cost, using elbows instead of empathy. It was about squeezing every last drop of performance out of teams. Worst of all, it sometimes involved the misuse of psychological insights to manipulate people into overworking. And I certainly didn't want to be complicit in amplifying this kind of leadership! But then I realised: This is exactly why I must coach leaders. Because there is a different way. A better way. I believe in leadership that focuses on Human Flourishing rather than just KPIs. To me, true leadership excellence means: ✅ Creating psychological safety instead of fear. ✅ Focussing on burnout prevention and long-term resilience. ✅ Using empathy as a strength, not a weakness. ✅ Empowering people to grow, not just to function. My coaching isn't about teaching how to "win" a corporate war. It’s about helping to build an environment where people actually want to show up and give their best—because they feel seen, respected, and valued. Let’s redefine together, what a "successful leader" looks like! hashtag#LeadershipCoaching hashtag#CorporateCulture hashtag#PositivePsychology hashtag#BurnoutPreve
von Bertin Schürrle 1. Januar 2026
Wer über eine berufliche Veränderung nachdenkt, steht oft an einem Punkt, an dem die Unsicherheit groß ist. Man fühlt sich festgefahren, das Gedankenkarussell dreht sich, und der klare Blick auf das eigene Potenzial fehlt. Zum Start ins neue Jahr 2026 möchte ich allen eine wichtige Botschaft mit auf den Weg geben: Phasen der Neuorientierung sind keine Sackgassen. Sie sind wertvolle Chancen für einen positiven Wandel. Es geht im Coaching nicht darum, sich zu verbiegen oder von heute auf morgen den „perfekten“ Masterplan zu haben. Es geht darum, durch kleine, bewusste Schritte wieder Klarheit und Handlungsfähigkeit zu gewinnen. Das Coaching ist ein geschützter Raum um die eigenen Möglichkeiten neu zu entdecken. Wir stellen gemeinsam die Weichen um: Individuelle Stärken (wieder) zu nutzen. Ziele realistisch zu definieren. Den eigenen Weg mit neuer Zuversicht und Energie zu gehen. Geben Sie sich selbst in diesem Jahr die Chance, Ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Ich freue mich darauf, Sie als Begleiter und Sparringspartner dabei zu unterstützen. Auf ein mutiges und selbstbestimmtes Jahr 2026! 🚀 #Neujahr2026 #PotenzialEntfaltung #KarriereCoaching #MutZumWandel #Selbstwirksamkeit #NeuerWeg #Kompass #Jobcoach #BeruflicheNeuorientierung
von Bertin Schürrle 19. Dezember 2025
After many years of leading large-scale transformation and digital projects in international corporations, I realized one fundamental truth: Behind every KPI, every milestone, and every strategy stands a human being. This insight changed my perspective forever. I saw that true, sustainable success doesn't come from just "managing" efficiency—it comes from empowering the individual. I decided to become an executive coach because I wanted to move from evaluating people to strengthening them. Today, after 264 sessions this year alone, I can say: Nothing is more fulfilling than witnessing a coachee rediscover their agency and confidence. What coaching gives me: • The privilege of being a catalyst for clarity in moments of uncertainty. • The joy of seeing someone transition from feeling "stuck" to taking bold, self-determined steps. • The fulfillment of connecting professional expertise with deep human empathy. To me, coaching isn't just a profession; it’s a commitment to seeing the potential in everyone and providing the space for them to flourish. To all my coachees: Thank you for your trust. Let’s keep growing! 🚀 #CoachingJourney #LeadershipDevelopment #CareerGrowth #PurposeAtWork